Schule und Persönlichkeit: ganzheitliche Bildung, fächerübergreifend und methodenorientiert für den Weg ins Leben.

 

 

Inhalt:

I. Elemente

II. Elementbeschreibung und Sicherungsverfahren

III. Wartungsintervalle und regelmäßige Inspektionen

IV. Allgemeines zur Nutzung der Anlage

 

 

I. Elemente:

 

1. Kletterwand .

2. Lochkletterwand

3. Abseilwand

4. Stairway

5. Lianenwalk

6. Hängebrückentraverse

7. Pampers Pole

 

 

II. Elementbeschreibung und Sicherungsverfahren

 

1. Kletterwand:

Die Kletterwand kann zum Topropeklettern durch einen oder maximal zwei Kletterer gleichzeitig genutzt werden. Die Griffe an der Wand können jederzeit beliebig in ihrer Position verändert werden. Als Sicherungspunkte dienen die im obersten Querholz verankerten Bohrhakenlaschen. Der Einstieg in die Wand erfolgt über eine Leiter, die an der Wand angestellt werden ssDie Leiter muss an den am unteren Ende der Wand eingeschraubten Ösenschrauben per Bandschlinge gesichert werden. Außerdem muß die Leiter beim Besteigen von zwei Personen zusätzlich gehalten werden. Dies gilt für alle Aufstiege an allen Wänden oder Stämmen. Durch den Einstieg über eine Leiter Betriebssicherheitspflicht genüge getan. Die Leiter ist bei Nichtnutzung immer zu entfernen. Zum Einrichten wird per Selbstsicherung das Podest erklettert, von dort können die Seile ins Toprope eingehängt werden.

2. Lochkletterwand

Die Lochkletterwand kann von einem oder maximal zwei Kletterern gleichzeitig zum Toprope Klettern benützt werden. Die Löcher in der Wand werden mit Hilfe von Holzstäben zu Tritten gemacht. Je nach Anzahl der Stäbe wird die Aufgabe leichter oder schwerer. Es kann ein Kletterer alleine, zwei parallel oder zwei parallel mit einer Bandschlinge verbunden klettern. Als Sicherungspunkte dienen die im obersten Querholz verankerten Bohrhakenlaschen. Der Einstieg in die Wand erfolgt über eine Leiter, die an der Wand angestellt werden muss. Durch diese Maßnahme wird der Betriebssicherheitspflicht genüge getan. Die Leiter ist bei Nichtnutzung immer zu entfernen. An Kletterwand und Lockkletterwand dürfen nie mehr als insgesamt 2 Personen Klettern, da sonst die statische Sicherheit nicht mehr gewährleistet ist. Zum Einrichten wird per Selbstsicherung das Podest erklettert, von dort können die Seile ins Toprope eingehängt werden. Besondere Aufmerksamkeit ist auf die Holzstäbe zu richten. Die Sichernden müssen immer genug Abstand von der Wand haben, um nicht von eventuell herabfallenden Stäben getroffen zu werden.

 

3. Abseilwand

An der Abseilwand kann eine oder maximal 2 Personen gleichzeitig abgeseilt werden.

Die Personen werden von oben per Nachsicherung oder von unten per Zugsicherung am Abseilseil redundant gesichert. Der Trainer steht auf dem Podest, selbst gesichert über den Querbalken über der Abseilwand und hängt die Teilnehmer ein. Das Abseilseil ist ebenfalls am Querbalken über der Abseilwand befestigt. Es kann für einen Abseiler mittig oder bei zweigleichzeitig links und rechts eingehängt werden. Der Aufstieg erfolgt über die an den Stämmen eingeschlagenen Ösenschrauben mit Toprope Sicherung von oben für die Teilnehmer und Klettersteigsicherung durch die Trainer. Bei schwachen Teilnehmern ist es auch möglich eine entsprechend hohe Leiter auf die Abseilwand aufzulegen, an der hinaufgeklettert werden kann. Der Trainer und jeder Teilnehmer der sic h auf dem Podest befindet muß zu jeder Zeit gesichert sein, vor allem wenn ein Umbinden von Toprope Sicherung vom Aufstieg zum Abseilen vorgenommen wird. Auf der Plattform befinden sich zwei Bohrhakenlaschen, die als Fixpunkt für die Personenstandplatzsicherung auf der Plattform verwendet werden können. Ferner kann man zur Sicherung Bandschlingen um die Stämme bzw. um das Geländer über dem Stairway legen. Auf der Plattform dürfen sich statisch gesehen maximal 10 Personen aufha1ten.

 

4. Stairway

Der Stairway oder auch die "Riesenstrickleiter" kann von einem oder maximal zwei Kletterern gleichzeitig zum Toprope Klettern benützt werden. Die Aufgabe besteht darin, die immer größer werdenden Abstände der Querhölzer zu überwinden. Je Höher man kommt, umso größer werden die Abstände. Die Aufgabe kann alleine aber noch viel besser zu zweit gelöst werden. Je nach Schwierigkeitsgrad dürfen die Stahlseile berührt oder auch nicht berührt werden. Als Sicherungspunkte dienen die im Querholz der Plattform verankerten Bohrhakenlaschen. Der unterste Balken ist zur Sicherung der Verkehrssicherungspflicht an den dafür vorgesehenen Karabinern auf eine Mindesthöhe von 4 Metern hochzuhängen. Um eventuelle Quetschungen der Teilnehmer zu verhindern, ist es notwendig, das die Trainer unbedingt darauf achten, das die Teilnehmer sich nicht am Balkenende festhalten, da dieses an die Stämme stoßen kann.

 

5. Lianenwalk

Der Lianenwalk besteht aus einem waagerechten Stahlseil und mehreren darüber senkrecht hängenden Seilen. Ein oder maximal zwei Personen können separat gesichert das Element begehen. Beide können sowohl von der gleichen Seite oder aber von entgegengesetzten Enden starten. Gestartet wird vom Boden aus. Mit Hilfe einer Leiter und dann an den Ösenschrauben wird bis auf die Elementebene am Stamm emporgeklettert. Dann begibt man sich auf das waagerechte Element. Sollte einer oder beide Personen stürzen wird die an einer Rolle befestigte Sicherung langsam in Richtung Seilmitte wandern, von dieser Stelle kann die Person dann langsam zu Boden gelassen werden. Der oder die Sichernden am Boden sollten darauf achten immer auf der gleichen Höhe mit der zu sichernden Person auf dem Seil zu sein, damit die Sturztiefe möglichst niedrig bleibt. Zum Einrichten der Anlage muss das Sicherungsseil durch einen Stahlkarabiner oder Kettennotglied das unter einer Rolle hängt geführt werden. Dies geschieht entweder vom Boden aus mit der Lazyline oder indem man am Stamm per Selbstsicherung am Klettersteigset aufsteigt und das Seil und die Rolle einfädelt.

 

6. Hängebrückentraverse

Die Hängebrückentraverse besteht aus einer waagerechten Holzbrücke mit immer größer werdenden Abständen dazwischen. Ein oder maximal zwei Personen können separat gesichert das Element begehen. Beide können sowohl von der gleichen Seite oder aber von entgegengesetzten Enden beginnen. Gestartet wird vom Boden aus. Mit Hilfe einer Leiter und dann an den Ösenschrauben wird bis auf die Elementebene am Stamm emporgeklettert. Dann begibt man sich auf das waagerechte Element. Sollte einer oder beide Personen stürzen wird die an einer Rolle befestigte Sicherung langsam in Richtung Seilmitte wandern, von dieser Stelle kann die Person dann langsam zu Boden gelassen werden. Der oder die Sichernden am Boden sollten darauf achten immer auf der gleichen Höhe mit der zu sichernden Person auf dem Seil zu sein, damit die Sturztiefe möglichst niedrig bleibt. Der Start ist vom Stamm zur Plattform für eine Person. Für die Einrichtung gilt das gleiche wie beim Lianenwalk

 

7. Pampers Pole

Der Pampers Pole ist der Stamm, von dem über Doppelseilsicherung gesprungen werden muss. Beide Seile werden über die Lazyline durch die Ösen an den seitlichen Stämmen gefädelt. Gesichert wird der Springer über beide Seile, durch mindestens drei Umlenkungen je Seil vom Boden aus. Wir empfehlen eine Sicherung per HMS. Für den Einsatz einer möglichen Pull-Line ist ein Haken in der gegenüberliegenden Hauswandbefestigt.

 

 

III. Wartungsintervalle und regelmäßige Inspektionen:

 

Ständige Wartung:

Vor jedem Betrieb der Anlage hat sich der verantwortliche Trainer davon zu überzeugen, ob alle Abspannungen für die von ihm geplanten Elemente gespannt und unbeschädigt und einsatzbereit sind. Dies gilt vor allem für die Bodenabspannungen, da diese leichter vandalisiert werden können. Ferner sind alle verwendeten Toprope Ankerpunkte auf Festigkeit hin zu überprüfen. Sollte diese Prüfung einen Mangel ergeben, ist der davon betroffene Teil der Anlage erst nach 100% Behebung dieses Problems wieder einsatzbereit. Sollte der Mangel nicht problemlos selbst zu beheben sein, ist ein Fachmann zu Rate zu ziehen. Das gleiche gilt für Seile und Gurte und Helme. Hier ist ein entsprechendes Seilbuch mit Stundennachweis zu führen. Verantwortlich dafür ist der Seilgartenbetreiber.

 

Regelmäßige Inspektion:

Einmal jährlich ist eine externe Komplettüberprüfung der Anlage notwendig. Bei dieser Prüfung werden alle Schraubverbindungen nachgezogen, alle Stahlseile, Kabelklemmen und Kettennotglieder auf Verschleiß, Abrieb und Rost hin untersucht, sowie alle Holzelemente auf Verrottung, Bruch und Splitter hin untersucht. Durch diese Überprüfung wird die Betriebstauglichkeit und die Standfestigkeit der Anlage bestätigt.

 

Wir bieten an diese Inspektion regelmäßig für Sie durchzuführen. Alles Weitere regelt ein Wartungsvertrag. Eine erste Inspektion sollte nach einem 1/4 Jahr durchgeführt werden, vor allem um durch die Holzschrumpfung verursachte Schraubenüberstände nachzuziehen. Danach im einjährigen Rhythmus oder dann immer zu Saisonbeginn im Frühjahr.

 

 

IV. Allgemeines zur Nutzung der Anlage

 

Für alle möglichen Unfalle und Verletzung beim Betrieb der Anlage, jenseits von Materialbruch aufgrund falscher statischer Berechnungen sind einzig und allein die Betreiber verantwortlich. Aufgrund der Tatsache, dass wir nicht die fachliche Einweisung in die Anlage vorgenommen haben, übernehmen wir keine Verantwortung für mögliche falsche Bedienung der Anlage durch den Betreiber. Diese Verantwortung hat der Betreiber bzw. der entsprechende Ausbilder zutragen.