Schule und Persönlichkeit: ganzheitliche Bildung, fächerübergreifend und methodenorientiert für den Weg ins Leben.

 

Tag 1

Am 15.09. sind wir in eine Freizeit gefahren. Wir alle wussten nicht, was auf uns zukommen würde. Es sollte ein Wochenende werden, an dem wir uns alle kennen lernen sollten, alle Jugendliche des Hauses Max, die Lehrer und Frau Bauer, die Hausleitung. Am Freitag nach der Schule sind wir um 15:00 Uhr losgefahren. Unser Ziel war Wolfstein, eine Jugendherberge. Sigrid war an diesem Morgen bereits um 8:00 Uhr mit Ines und Terry los gefahren, um Vorbereitungen zu treffen.

Die Jugendherberge war sehr schön am Waldrand gelegen, doch zum Leidwesen mehrerer durfte im Haus nicht geraucht werden - und die Herberge war sehr weit weg von der "Stadt". In der Jugendherberge angekommen, regnete es und es versprach - dem Wetterbericht nach - kein angenehmes Wochenende zu werden.

Zuerst wurden einmal wie gewöhnlich die Zimmer eingeteilt. Wir hatten Sechsbettzimmer, was nicht gerade sehr schön, aber erträglich war. Wir mussten unsere Betten beziehen, was dem einen oder anderem nicht so behagte. Das Hab und Gut verstauten manche in die Schränke.

Wir hatten eine Etage für uns, aber auch Sigrid schlief auf unserer Etage. So mussten wir uns damit abfinden, dass ein Adlerauge über uns wachte.

Um 18:00 Uhr gab es dann endlich etwas zu Mampfen und anschließend wurde das Programm für den nächsten Tag angekündigt. Es sollte in den Wald gehen, auch wenn es dann regnen sollte. Jeder bekam anschließend noch ein Namensschild, damit es die Lehrer leichter hatten, sich alle Namen einzuprägen.

Am Freitagabend gingen mehrere von uns mit Matze in den nahen Ort und die anderen spielten verschiedene Spiele, wie „Mensch ärgere dich nicht“ und „Rommee“. Der Abend war gemütlich und zu später Stunde gingen dann alle zu Bett.

Tag 2

Die erste Nacht verlief dann auch ohne Zwischenfälle. Am nächsten Morgen hieß es, um 8:00 Uhr frisch geduscht am Frühstückstisch zu sein.

Wir mussten außerdem festes Schuhwerk, Regenjacke und bequeme Hosen tragen. Sigrid war an diesem Morgen bereits um 7.00h mit Terry im Wald, um die letzten Vorbereitungen zu treffen.

Um Punkt 9:30 Uhr trafen wir uns dann auf dem Bolzplatz, der hinter der Jugendherberge lag. Keiner wusste, was nun geschehen sollte, und so standen wir etwas unsicher und teilweise gelangweilt herum. Terry verbot das Rauchen auf dem Platz, aber schon legte Sigrid los.

Alle mussten wir einen Kreis bilden, und weil das nicht auf Anhieb klappte, mussten wir uns an den Händen fassen und langsam Schritte nach hinten machen, was prima funktionierte. Nun begannen wir uns mit 1, 2, 1, 2 abzuzählen. Alle Einser mussten dann auf dem Spielfeld bleiben und die Zweier mit Terry und den anderen gehen.

Was dann kam, war nichts Normales, so etwas hatten wir noch nie getan.

Sigrid erzählte etwas von einem Amulett, das verschwunden sei und verhext wurde, um das Böse in der Welt zu verbreiten. Wir mussten es wieder finden, es von dem Fluch befreien, um das Gute wieder in die Welt zu bringen.

Es war die Rede von Sucht, Gier, Egoismus, Gewalt, Sprachlosigkeit, Lieblosigkeit und Vertrauensverlust.

Um das alles wiederzufinden, mussten wir uns auf den Weg machen, um das Amulett zu suchen, zurückzubringen und wieder alles in die richtigen Bahnen zu lenken.

Gemeinsam mit unseren Lehrern machten wir uns auf den Weg, um das Amulett zu suchen. Insgesamt mussten wir 12 Aufgaben lösen, was streckenweise gar nicht einfach war.

Es ging vor allem um Teamarbeit, gemeinsam Reden, Absprachen zu treffen, Zuhören, gemeinsam Beschlüsse zu treffen, Zusammenarbeit, Rücksichtnahme, Mut, Vertrauen und Hilfestellung. All das war gefragt; alles was wir auch in der Schule und in der Berufsausbildung brauchen und um später bestehen zu können.

Wir haben alle gemeinsam jede Aufgrabe gelöst, obwohl es Dinge gab, die schier unlösbar waren. Was uns da angeboten wurde, war wirklich mal etwas anderes.

Allen hat es sehr viel Spaß gemacht und alle haben mitgemacht; ohne Wenn und Aber. Und es war ein sehr gelungener Tag. Zum Abschluss, nach allen Spielen, gab es dann noch ein Blitzlicht, wo jeder sagen musste, wie es ihm ergangen war und was er gut oder schlecht fand. Alle Schüler fanden es gut, ohne Ausnahme, und es gab keine Klagen. Nein, wir Jugendlichen wollten sogar noch bleiben und noch einmal in den Wald gehen.

Anschließend haben wir uns alle entspannt und ausgeruht. Um 14:00 Uhr ging es dann weiter mit der nächsten Gruppenaktivität, es war spannend, wir kamen ins Gespräch, wir vertrauten uns.

Später ging es dann zum Abendessen. Am Abend gingen dann mehrere von uns zum Weinfest, das im Ort gefeiert wurde. Der Rest blieb in der Jugendherberge, die, die gebliebenen waren, spielten Tischtennis, was sehr lustig war.

Nachdem wir bis 22:00 Uhr gespielt hatten, gingen wir ins Haus und spielten dort "Mensch ärgere dich nicht".

Am späten Abend gingen wir schließlich zu Bett. In der Nacht gab es dann noch einige Reibereien, weil es Leute gab, die sich nicht an das Nichtrauchergebot halten wollten und solche, die doch zuviel getrunken hatten. Sigrid war etliche Male unterwegs, um für Ruhe zu sorgen, was ihr letztlich auch gelang. Aber last but not least - verlief alles gemächlich.

Tag 3

Am nächsten Tag packten wir- unsere Sachen. Wir machten uns auf, um das Kalkbergwerk in Wolfstein zu besuchen. Das war eine gelungene Abwechslung. Es ging etliche Meter in den Berg -per Eisenbahn. Das was uns dort erzählt wurde, war sehr interessant

Gegen Mittag fuhren wir dann nach Kaiserslautern auf die Gartenschau. Einige von uns gingen in die Stadt und die anderen mit den Lehrern.

Auf der Gartenschau war es schön, besonders der Dunkelraum mit seinen vielen Lichteffekten und die Felsenhöhle, die Tierschau und die Autos von „Anno Dummback“. Auch der Schriftsetzer (als Gutenberg verkleidet) war super. Nachdem wir alles beäugt hatten, ging es weiter Richtung Kamen.

Kaum angekommen, entluden wir unser Gepäck aus den Bussen und die Gegenstände, die wir für die Freizeit gebraucht hatten.

Alle waren wir recht ausgelaugt und kaputt, aber wir schafften es, uns alle zu duschen und um 17:30 Uhr für das gemeinsame Abendessen fertig zu sein. Frau Bollinger hielt noch eine kurze Rede vor dem Essen, in der sie sich für alles bedankte. Insgesamt war es eine sehr gelungene Freizeit, und wir würden sie bestimmt noch einmal machen, denn es war sehr spannend gewesen, und wir konnten zeigen, zu was wir in der Lage waren. Es war ein tolles Wochenende, das uns alle weiter gebracht hat. Wir hatten sehr viel Spaß mit unseren Lehrern und wir konnten wirklich kreativ tätig sein. Wir haben als Gruppe sehr gut zusammen gearbeitet und waren daher sehr erfolgreich.

Allen anderen Schülern wünschen wir eine solche positive Freizeit.